MySQL 5.7 End of Life: WordPress Datenbank auf MySQL 8.0 updaten

Zusammenfassung

MySQL 5.7 wird nicht mehr unterstützt und stellt für WordPress-Websites ein zunehmendes Sicherheits- und Stabilitätsrisiko dar. Da viele Hosting-Anbieter das Datenbank-Update nicht automatisch durchführen, ist ein rechtzeitiger Wechsel auf MySQL 8.0 wichtig, damit deine Website sicher und zukunftsfähig bleibt.

Aktualisiert am 13. Februar 2026

Der Support für MySQL 5.7 ist bereits seit Oktober 2023 ausgelaufen. Du brauchst ein Datenbank Update! Nicht nur für  WordPress-Websites (auch für Joomla, Magento, Typo3 etc.) ist das ein wichtiges Thema, denn ohne Sicherheitsupdates steigt langfristig das Risiko für Stabilitäts- und Sicherheitsprobleme. 

Viele Hosting-Anbieter stellen zwar weiterhin MySQL-Datenbanken bereit – das notwendige Upgrade auf MySQL 8.0 wird jedoch nicht automatisch durchgeführt und liegt oft in der Verantwortung des Website-Inhabers.

(…) Je länger du auf MySQL 5.7 bleibst, desto höher ist das kombinierte Risiko aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe. Die Kosten für eine geplante, kontrollierte Migration sind in der Regel deutlich geringer als die Kosten und Folgeschäden einer ungeplanten Notfallreaktion.

Was heißt das? Der Umstieg auf eine moderne, unterstützte Plattform wie MySQL 8 ist der nachhaltige Weg, um den Wert deiner Anwendungen zu erhalten und die Risiken zu minimieren. (…)
Quelle: Goneo (Hosting-Anbieter)

Ich helfe dir gerne bei der Migration deiner MySQL-Datenbank. Melde dich einfach bei mir:

Was bedeutet das End of Life von MySQL 5.7 für WordPress?

Mit dem sogenannten End of Life stellt der Hersteller keine Updates und Sicherheitspatches mehr für die Version 5.7 bereit. Ohne ein Datenbank-Update bei WordPress-Websites kann das mittelfristig bedeuten:

  • steigendes Sicherheitsrisiko durch ungepatchte Schwachstellen
  • mögliche Probleme bei WordPress-, Theme- oder Plugin-Updates
  • eingeschränkte Performance
  • spätere Zwangs-Upgrades mit höherem Fehlerpotenzial

Während der WordPress-Core bereits ab Version 5.0 mit MySQL 8.0 kompatibel ist, gilt ein Einsatz ab WordPress 5.7 / 5.8 im Praxisbetrieb als stabil und wird für ein Datenbank-Upgrade empfohlen.

Hosting-Anbieter: Upgrade liegt bei euch

Bei vielen gängigen Hosting-Anbietern wird das Datenbank-Upgrade nicht automatisch vorgenommen, da Datenbanken technisch getrennt von der Website betrieben werden. Dazu zählen unter anderem:

  • STRATO
  • IONOS
  • Mittwald
  • Goneo

Das bedeutet: du darfst selbst aktiv werden, das Upgrade planen und umsetzen.

Warum wird nicht automatisch upgedatet, wie z.B. bei All-inkl.com?

Bei Anbietern wie All-inkl.com sind Website und Datenbank oft enger miteinander verzahnt, sodass der Hoster Updates kontrolliert und automatisiert durchführen kann.

Bei Hostern wie STRATO, IONOS, Mittwald, Goneo etc. sind Datenbank und Website technisch getrennt – ein automatisches MySQL-Upgrade könnte dabei kompatible WordPress-Plugins oder Themes beschädigen, weshalb das Update bewusst in die Verantwortung der Kunden gelegt wird.

Warum ein kontrolliertes Upgrade wichtig ist

Ein Datenbank-Upgrade sollte nicht nebenbei erfolgen. Sinnvoll sind unter anderem:

  • vollständiges Backup der WordPress-Datenbank
  • Prüfung von WordPress-Version, Plugins und Theme
  • Durchführung des Upgrades auf die Version 8.0
  • Funktionstest der Website (Frontend & Backend)

So lassen sich Ausfälle, Datenverluste oder unerwartete Fehler zuverlässig vermeiden.

Vorteile von MySQL 8.0 für WordPress

MySQL 8.0 gilt inzwischen als stabile und ausgereifte Version und bietet klare Vorteile:

  • bessere Performance bei Datenbankabfragen, also wird deine Website schneller!
  • höhere Sicherheit
  • bessere Unterstützung moderner WordPress-Installationen
  • langfristige Update- und Zukunftssicherheit

Damit deine WordPress-Website auch künftig stabil und sicher läuft, empfehle ich ein Update der Datenbank auf MySQL 8.0.

Datenbank Export & Import am Beispiel Strato

Hier siehst du eine Anweisung in Bildern, wie du im Backend von Strato die Datenbank findest, diese runter lädst und eine neue anlegst …

Datenbank erst exportieren, dann importieren

 

Bis hierhin hast du es geschafft, nun solltest du noch die Datenbank mit deiner Website verbinden

Fehlermeldungen

Wenn beim Import der Datenbank eine Fehlermeldung erscheint (typisch z. B. bei STRATO-Exporten), bedeutet das meist nur, dass im Export zusätzliche serverbezogene Angaben enthalten sind, die sich auf die ursprüngliche Datenbankumgebung beziehen.

Damit der Import in die neue Datenbank funktioniert, gehe wie folgt vor:

  • Die exportierte Datenbankdatei entpacken, damit sie bearbeitet werden kann
  • Die Datei mit einem Texteditor (z. B. CotEditor, TextEdit o. ä.) öffnen
  • Die entsprechenden, im Fehler genannten Zeilen entfernen
  • Datei speichern
  • Anschließend wieder komprimieren (z. B. als .zip oder .gz)
  • Vor dem Import die Zieldatenbank leeren (siehe Screenshot oben)
  • Die bearbeitete, komprimierte Datei erneut importieren
Fehlermeldung bei Strato
Fehlermeldung bei Strato: 1: die ursprüngliche Datenbank, 2: die Fehlermeldung, 3: die Lösung

Auf dem Screenshot kannst du erkennen, dass der Hinweis sich auf die Datenbank DB3730471 bezieht, also die “alte” DB.

Achtung: Bei Strato kann es vorkommen, dass die neue Datenbank mit 0B angezeigt wird, also leer. Und das obwohl du erfolgreich die Daten migriert hast – einfach ein bis zwei Tage abwarten, dann zeigt Strato die korrekte Belegung an.

Datenbank mit Website verbinden

Die Voraussetzung ist, dass du ein FTP-Programm hast, wie z.B. FileZilla – was das ist, kannst du hier nachlesen →

  • Verbinde dich via FTP mit deinem Provider
  • ziehe die wp-config.php auf deinen Computer 
    • diese Datei liegt im Root-Verzeichnis bei WordPress, gleich auf der ersten Ebene
    • ich verwahre diese Datei z.B. im Child-Theme
  • kopiere zur Sicherheit deine wp-config.php und 
  • ändere dann die Daten
    • DB_Name » Name deiner Datenbank
    • DB_User » Benutzername
    • DB_Passwort » das von dir vergebene Passwort
    • DB_Host » die Adresse, wo die Datenbank liegt
  • übertrage die angepasste wp-config.php wieder in Root-Verzeichnis auf den Server bei z.B. Strato

 

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